Was macht im B2B digital derzeit Sinn?

Simone
27.04.2020 17:30:00

Die wichtigsten Take-Aways aus der Digital Liechtenstein Video-Serie - Chancen & Herausforderungen in der aktuellen Pandemie: Simone Ospelt informiert, was digital derzeit Sinn macht.

1. Viele Unternehmen kontaktieren uns im Moment mit der Frage "Sollen wir weiter in Online Werbung investieren?"

Darauf gibt es keine pauschale Antwort.
 
Einige Unternehmen profitieren derzeit von einem gesteigerten Suchverhalten. Warum? Menschen sitzen vermehrt im Home Office und konzentrieren sich dadurch mehr auf strategische Arbeiten. Sie recherchieren mehr. In diesem Fall sollte dieses Suchverhalten durch zusätzliche Inhalte und Kampagnen bedient werden.
 
  • Finden Sie heraus, welche Fragen ihre potenziellen Kunden haben und nutzen Sie online die Gelegenheit Inhalte als Hilfestellung zu publizieren.
  • Holen Sie den Nutzer bei seinen Fragen ab und führen sie ihn zu ihren Lösungen.
Es gibt aber auch Unternehmen, die aktuell einen Einbruch im Suchverhalten und in der Nachfrage erleben. Diese Unternehmen sollten sich überlegen, wie sie ihre Ressourcen gezielter einsetzen.
 
  • Wenn Sie davon betroffen sind, beobachten Sie ihre laufenden Kampagnen und pausieren sie jene, die im Moment nicht unmittelbar Absatz bringen. Das heisst, dass sie zum Beispiel Kampagnen für Branding und Awareness vorerst hintanstellen.
  • Entscheiden Sie nicht aus dem Bauch heraus.  Bevor Sie vorschnell reagieren analysieren Sie Ihre Daten oder nutzen Sie Google Trends um herauszufinden, ob und wie sich das Suchverhalten für ihre Leistungen und Services verändert. Die Ergebnisse können nämlich überraschen. Wir verzeichnen im B2B Bereich bei fast allen Kunden eine positive Entwicklung.
 

2. Die Werbekosten sind derzeit höchst unbeständig

Die Auswirkungen des veränderten Online-Verhaltens zeigen sich auch in den Werbekosten. Wir beobachten, dass die Klickpreise in manchen Banchen günstiger sind als je zuvor. Das könnte zwei Ursachen haben:
 
  • Einerseits steigt die Nachfrage und große Werbeinvestitionen werden zurückgestellt, beispielsweise in der Reisebranche.
  • Zum anderen ziehen sich viele grosse Player werbetechnisch aus einigen Märkten komplett zurück, was das gesamte Wettbewerbsumfeld verändert.
 

3. Messen werden abgesagt - Folgenschwer für den Umsatz

Eine der grössten Auswirkungen für viele B2B-Unternehmen war und ist der Ausfall von Fachmessen, durch die oft die wichtigsten Umsatzquellen wegfallen. Die Konsequenzen werden voraussichtlich noch lange zu spüren sein.
 
Für diese Unternehmen ist es daher wichtig, dass sie spätestens jetzt lernen digital zu verkaufen. Es gibt viele Vertriebstools und Technologien, die dabei helfen effizienter und schneller zu verkaufen. Viele Startups und internationale Software-Firmen machen das seit vielen Jahren mit Bravur. Nicht nur weil sie mussten, sondern weil es effizienter ist! Und genau hier stecken versteckte Chancen.
 
  • Eine der grossen Hürden im für die Digitalisierung notwendigen Change Management ist es, wirklich alle Mitarbeiter von neuen Prozessen und Werkzeugen zu überzeugen. Die aktuelle Situation zwingt nun das ganze Team dazu, sich der Digitalisierung im Vertrieb zu öffnen.
  • Nutzen Sie das Momentum und helfen Sie Ihren Vertriebsmitarbeitern durch Strategien, Tools und Schulungen einen Gewinn aus der aktuellen Situation zu ziehen.
 

4. Diverse Kommunikationsstrategien und Herangehensweisen

Ein weiterer Punkt der uns auffällt ist, wie unterschiedlich Unternehmen mit der aktuellen Situation umgehen. Während einige Unternehmen Bilder aus dem Home Office publizieren, entwickeln andere Unternehmen in einer beeindruckenden Geschwindigkeit neue Leistungen und Angebote um ihren Kunden dabei zu helfen die Krise gut zu überstehen.
 
  • Ein schönes Beispiel durfte ich letzte Woche in einer Videokonferenz mit einem B2B Travel Management Unternehmen erleben. Gerade in der Reisebranche sind die Umsatzeinbussen drastisch. Aber auch für deren Kunden, also Unternehmen, deren Messen alle storniert wurden, ist es schwierig. Was haben sie gemacht? Sie haben innerhalb von 2 Wochen ein neues Online Tool lanciert, welches ihren Kunden erlaubt Messen und Konferenzen digital abzuhalten. 
  • Lesen Sie hier mehr zum Thema: Messe abgesagt! Mit diesen 4 Alternativen zur virtuellen Messe
 

5. Schnell reagieren - später optimieren

Das Wichtigste: Verlieren Sie keine Zeit. Wir geben wirklich alles, um unsere Kunden dabei zu unterstützen ihre neuen Ideen und Projekte so schnell wie möglich umzusetzen.
 
  • Ein Unternehmen aus Liechtenstein, das super-schnell reagiert hat, ist der neue Online Shop Hofladen Express. Die Lieferkapazitäten vieler Online-Händler wie LeShop und Coopathome waren und sind immer noch erschöpft. Eine schnelle Lösung für die Lebensmittelversorgung musste also her. Von der Kundenanfrage bis zum Live-Gang vergingen gerade einmal 7 Tage.
  • Was im Moment zählt ist die Geschwindigkeit, Optimierungen können auch später noch gemacht werden. Es ist nicht die Zeit für Perfektionismus. 
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